Die Entwicklung der Nutzung von E-Papers in Nordrhein-Westfalen

Guest Article from Rieke Preuss

Die regionalen Zeitungen digital zu lesen wird immer beliebter in Nordrhein-Westfalen. Immer mehr Menschen entscheiden sich dazu ein Abonnement abzuschließen. Ein Vergleich zwischen dem dritten Quartal von 2020 und dem dritten Quartal von 2021.

Fast ausnahmslos alle Regionalzeitungen in Nordrhein-Westfalen schafften es ihren Verkauf von E-Papers im Vergleich zum Vorjahr zu steigern. 20 der insgesamt 36 Zeitungsgruppen konnten ihren Gesamtverkauf um über 10 Prozent steigern, 3 davon sogar über 20 Prozent und der General Anzeiger aus Bonn schaffte eine Gesamtsteigerung von 34,33 Prozent, welche der zweitgrößte Anstieg nach der Recklinghäuser Zeitung aus Marl ist. Diese steigerte ihren Gesamtverkauf um 35,85 Prozent, was vor allem durch den rasenden Anstieg der Abonnementsverkäufe kommt. Während diese 2020 noch bei 1.687 lag, zählt die Zeitung dieses Jahr mehr dann doppelt so viele Abonnenten.

Großer Anstieg bei den Abonnements

Betrachtet man genauer, wodurch der Anstieg des Gesamtverkaufs in Nordrhein-Westfalen begünstigt ist, wird schnell erkennbar, dass es einen deutlichen Unterschied zwischen der Steigerung bei den Abonnements und der Steigerung in den sonstigen Verkäufen gibt. 10 der 36 Zeitungsgruppen steigerten ihre Abonnentenzahl um 10 bis 20 Prozent, 11 um 20 bis 30 Prozent und sogar 10 konnten eine Steigerung von mehr dann 30 Prozent verzeichnen.

Anders sieht das hingegen bei den sonstigen Verkäufen aus. Ein Viertel der Zeitungsgruppen spürte dort einen Rückgang. Es handelt sich in den meisten Fällen um eine Abnahme von weniger als 10 Prozent, die durch den rasanten Anstieg bei den Abonnementen ausgeglichen werden, konnte. Die anderen Zeitungsgruppen konnten zwar ihre sonstigen Verkäufe steigern, aber auch hier fällt auf, dass das Ausmaß der Steigung nicht dasselbe ist. 14 von 36 Zeitungsgruppen erzielten eine Steigerung bis 10 Prozent, 7 eine Steigerung von 10 bis 20 Prozent, eine um mehr dann 20 Prozent. Mit großem Abstand am meisten Zugewinn konnte hier der General Anzeiger aus Bonn machen, der es schaffte seine Zugewinne, um fast 50 Prozent zu steigern.

Stadt und auch Land lesen stets mehr im Abonnement

Der Trend sich für ein Abonnement zu entscheiden setzt sich also fort und ist dabei auch unabhängig von der Größe der Städte. In den Universitätsstädten Münster und Bielefeld konnten die Zeitungsgruppen Neue Westfälische (Bielefeld) und die Zeitungsgruppen Westfälische Nachrichten und Münstersche Zeitung (Münster) ihren Anteil um mehr dann 30 Prozent in Bielefeld sogar um fast 40 Prozent steigern. Auch der Anteil des sonstigen Verkaufs steigerte sich für die beiden Zeitungsgruppen und bleibt auch noch 2021 höher als der Verkauf von Abonnements, doch der Anstieg ist vergleichsweise gering.

Das gleiche Phänomen lässt sich aber auch in Kleinstädten wie Ochtrup oder der mittelgroßen Stadt Ahlen, beide im ländlichen Münsterland, beobachten. Die Zeitungsgruppen dort haben mit den kleinsten Auflagen in Nordrhein-Westfalen und die Abonnementenzahlen liegen bei knapp unter 50. Doch besonders hier ist der Anstieg von neuen Abonnements im Vergleich zum letzten Jahr deutlich zu sehen. Das Tageblatt für den Kreis Steinfurt (Ochtrup) steigerte ihre Abonnements um 45,16 Prozent und die Ahlener Zeitung ist der Spitzenreiter mit einer Steigerung von 53,13 Prozent.

Überraschungen in Köln

Während es für einige Zeitungsgruppen in diesem Quartal durchweg positiv gelaufen ist, gab es vor allem Verluste in der Stadt Köln. Die Zeitungsgruppe Köln mit dem Kölner Stadtanzeiger und der Kölnischen Rundschau, mussten ein Minus von 10,02 Prozent verzeichnen. Dies lag in erster Linie an den sinkenden sonstigen Verkäufen der Zeitung. Trotzdem war es aber auch dieser Zeitungsgruppe möglich ihre Abonnenten, um mehr dann 8 Prozent zu steigern. Anders sieht es bei dem Express aus, welcher in Köln, aber auch in Düsseldorf vertreten ist.

Sie konnte zwar nicht ihre Anzahl an Abonnenten steigern, schafften es aber im Gegenzug ein deutliches Plus von 13 Prozent bei den sonstigen Verkäufen zu machen. Dies ist im Vergleich zu anderen Zeitungen ungewöhnlich, da diese vor allem mit dem Anstieg der Abonnements punkteten. So sank zum Beispiel der sonstige Verkauf des Der Patriot in Lippstadt von 4.070 auf 3.851, doch durch eine Steigerung von 26,82 Prozent bei den Abonnementen konnte der Gesamtverkauf schlussendlich doch noch gesteigert werden.

Es wird deutlich, dass die E-Paper Nutzung in Nordrhein-Westfalen immer beliebter wird. Leser entscheiden sich nicht nur dafür ab und an einen Artikel der Regionalzeitung als E-Paper zu lesen, sondern entscheiden sich für direkt für ein Abonnement. Das E-Paper gehört im bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands zum Alltag und ist kein Produkt mehr, dass nur hin und wieder gebraucht wird. Dies bedeutet aber auch, dass die Gestaltung des E-Papers und die Handhabung der App eine immer wichtigere Rolle spielen. Konsumenten, die ein Abo abschließen, planen die App regelmäßig, wahrscheinlich täglich, zu nutzen.

Ob dies aber dann auch wirklich geschieht und ob man sich dazu entscheidet, sein Abo zu verlängern, hängt von der übersichtlichen und einfachen Bedienung des E-Papers ab. Deshalb sollte sich jede Zeitungsgruppe nicht nur mit dem Inhalt ihrer Artikel beschäftigen, sondern auch sicher gehen, dass das E-Paper den Wünschen und Bedürfnissen der Konsumenten entspricht. Twipe begleitet Zeitungen dabei, dem Leser die bestmögliche Erfahrung beim Nutzen der App zu bieten und geht dabei ganz individuell auf die Vorstellungen der Zeitungsgruppen ein. Durch jahrelang Erfahrung mit E-Papers und viel Expertise über den Markt unterstützen wir sie dabei ihren alten Lesern, so wie potenziellen neuen Lesern eine angenehme und gern genutzte Informationsquelle zu bieten.

Team Twipe

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